Tierheime in Not…

… sind leider keine Seltenheit mehr. Zu gering sind die Zuschüsse aus den öffentlichen Kassen und immer weniger Leute haben die Möglichkeit zu spenden. Gleichzeitig steigen die Kosten für Unterbringung (Strom, Wasser, Futter, Tierarzt, Personal etc.) stetig an und immer wieder gelangen Tierschutzfälle ans Tageslicht, deren Kosten niemand übernehmen kann oder will. Die Tierheime sind dann in der Zwickmühle, haben sie doch einerseits die moralische (und zum Teil auch vertraglich mit den Gemeinden) geregelte Pflicht, die Tiere aufzunehmen, egal in welchem Zustand und mit welchen zu erwartenden Folgekosten – auf der anderen Seite wissen sie aber genau, wie schwer es ist, die täglichen Kosten bis zur Vermittlung zu stemmen. In manchen Fällen ist eine Vermittlung auch überhaupt nicht möglich oder es dauert Jahre, den passenden Besitzer für das Tier zu finden. Schlimm, wenn es sich dabei um ein erkranktes Tier mit dauerhaft hohen medizinischen Kosten handelt. Noch nicht mit in der Rechnung inbegriffen sind die ganzen Wildtiere, die über das Jahr hinweg aufgenommen, gepäppelt und anschließend wieder in die Freiheit entlassen werden.

Von meinen eigenen Handaufzuchten weiß ich nur sehr gut, dass man dabei nicht nur gegen die 24-Stunden-Tage, sondern auch gegen die finanzielle Misere kämpft, denn die bestmögliche Versorgung ist in manchen Fällen leider sehr teuer (Aufzuchtsmilch, Tatar, hochwertiges Futter und das alles bis zur Auswilderung/Vermittlung). Und so kommt es immer öfter auch in Deutschland zu Fällen, in denen eine Versorgung im Tierheim schwierig zu koordinieren ist.

Ich weiß, ich weiß – viele kommen jetzt mit dem Argument, dass es den Tierheimen im Ausland noch sehr viel schlechter geht. Stimmt.

Aber macht es das Elend deutscher Tierheime weniger schlimm? Sind deutsche Tierheime es weniger wert, dass ihnen geholfen wird? Ich denke nicht, zumal mittlerweile nicht wenige deutsche Tierheime sehr gut auch mit Auslandstierschutzvereinen zusammen arbeiten, um die Tiere überbrückend aufzunehmen, bis ein endgültiges Heim gefunden ist.

Gut, es ist wie es ist und lange Rede kurzer Sinn: Wer mich kennt, weiß, dass ich seit Jahren mit dem Tierschutzverein Oldenburg u.U. e.V. (Tierheim Lübbersdorf) kooperiere. Nun ist ausgerechnet dieses Tierheim in oben beschriebene Misere gerutscht. Es fehlt momentan an allem, vor allem an (hochwertigen) Futter für Hunde, Katzen und Kleintiere, aber auch Streu, Leinen und anderes Zubehör werden gesucht.

Ich möchte hierfür einen Beitrag leisten, und zwar mit eurer Hilfe!

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Wie einige von euch schon mitbekommen haben, musste ich kürzlich auf ein neueres Auto umsteigen und nachdem der Kredit geklärt war, fahre ich nun seit einigen Wochen mit meinem Opel Combo durch Ostholstein.

Mein Plan jetzt:

Ich packe meine(n) Koffer(raum) und zwar mit Spenden von euch für das Tierheim Lübbersdorf. Ich weiß, dass viele von euch bestimmt noch das ein oder andere ungenutzte Futterpaket daheim stehen haben, weil es das eigene Tier nicht frisst; oder einen Sack Katzenstreu, oder aussortierte Leinen oder oder oder. Nun möchte ich euch bitten, diese Sachen bei mir abzugeben. Mein Ziel ist ein voll gefüllter Kofferraum, den ich Ende November zum Tierheim fahren möchte. Inklusive umgeklappter Rückbank bitte.

Und vielleicht kann der ein oder andere von euch beim nächsten Einkauf 2-3 Dosen oder einen Sack Trockenfutter mehr kaufen und spenden.

 

Abgeben könnt ihr die Spenden entweder direkt bei mir in Niendorf (bitte vorher kurz durchrufen, damit jemand da ist, um die Spenden entgegen zu nehmen)

oder

am 08.11.2016 auf dem Marktplatz in Burg in der Zeit von 11.00 – 12.00 Uhr

oder

am 13.11.2016 auf dem Parkplatz am Hafen Burgstaaken (Parkplatz beim U-Boot) in der Zeit von 15.30 – 16.00 Uhr.

 

Ich bin auch flexibel genug, mich mit euch zur Übergabe zu treffen oder die Spenden abzuholen, ruft mich dafür einfach an.

 

Ich nehme KEINE Geldspenden für das Tierheim entgegen, wenn jemand Geld spenden möchte, sollte dies bitte direkt an das

Spendenkonto 51.033.108  bei Sparkasse Ostholstein (BLZ 213 522 40) des Tierheimes erfolgen.

Damit alles korrekt verläuft, habe ich eine Liste bei mir, in der alle abgegebenen Spenden mit Spendernamen (falls gewünscht), Datum und eurer Unterschrift eingetragen werden, diese werde ich dem Tierheim auch bei der Spendenübergabe mit abgeben .

 

2 Wünsche hat das Tierheim mir gegenüber geäußert:

  1. Wenn jemand Katzenstreu extra zum Spenden kaufen möchte, dann möglichst bitte das Streu der Marke DRAFT (sowohl Hygiene- als auch Klumpstreu) (gibt es im Futterhaus)
  2. Handtücher, Decken etc. werden momentan NICHT benötigt, diese werde ich also momentan auch nicht annehmen, um den Platz nicht für die dringender benötigten Sachen wie Trockenfutter zu blockieren.

 

So und jetzt kommt IHR.

Her mit euren Spenden, her auch mit euren Ideen. Die ersten Spenden wurden sogar schon abgegeben, bevor ich das hier überhaupt veröffentlicht habe (ihr seid alle so tolle Kunden!).

Bringt eure Spenden am 08.11. in der Zeit von 11.00 – 12.00 Uhr zum Marktplatz in Burg oder am 13.11. in der Zeit von 15.30 – 16.00 Uhr zum Hafen Burgstaaken oder gebt sie direkt bei mir ab.

Ich bringe, wenn der Kofferraum voll ist, alles nach Lübbersdorf. Und wenn der Kofferraum übervoll ist, fahr ich auch mehrmals zum Abgeben.

ACHTUNG: Ich stelle keine Spendenquittungen aus, es wird aber alles in einer durchnummerierten Liste eingetragen, die dem Tierheim übergeben wird. Solltet ihr eine Bescheinigung benötigen, fragt diesbezüglich bitte beim Tierheim direkt an.

 

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