Ich füttere seit Jahren hochwertiges Trockenfutter und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Allerdings weiß ich auch, dass Trockenfutter nicht die optimale Ernährung darstellt. Hinzu kommt, dass Pucky trotz des hochwertigen Futters unter Juckreiz leidet. Wohl nicht in Form einer Allergie, sie hat keine kahlen Stellen und sie kratzt sich auch nicht blutig. Aber es gibt Tage, da juckt sie sich und das stört ihre Konzentration teilweise massiv. Als amerikanischer Cocker ist sie auch immer anfällig für Ohrenprobleme (das schwere Fell zieht die Ohren so weit herunter, dass kaum noch Luft an die Gehörgänge kommt).

Auch Boogey wurde in letzter Zeit immer auffälliger. Er hat viel vor sich hin gejammert und gewinselt ohne jeden Grund. Teilweise lag er zusammengerollt im Körbchen und meckerte dann vor sich hin, von einer Sekunde auf die andere ohne erkennbaren Auslöser. Das Gejammere zog sich dann oftmals über mehrere Stunden und zehrte ganz schön an den Nerven. Demenz lässt grüßen.

Jedenfalls war ich seit längerem am überlegen, ob man nicht doch noch einmal versuchsweise das BARFen, also die Fütterung mit frischen, rohen tierischen Erzeugnissen, versucht. Ich hatte vor Jahren schon einmal Buddy und die Katzen gebarft, bin dann aber wieder davon ab, unter anderem, weil ich schwanger war (in der Schwangerschaft sollte man nicht mit rohem Rindfleisch hantieren aufgrund der Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion) und weil ich mir auch unsicher in der Handhabung war. Angefangen hatte ich damals aufgrund verschiedener Gesundheitsprobleme meiner Tiere, die ich mit dem BARFen gut in den Griff bekam – so richtig glücklich war ich aber nicht und ich war froh eine Firma zu finden, die gutes, hochwertiges Futter herstellte. Trotzdem, die Überlegung, doch noch einmal das BARFen auszuprobieren, war seit einigen Wochen vorhanden.

Da kam es mir ganz gelegen, dass Frostfutter Perleberg mir angeboten hat, ein Probepaket zu testen und darüber einen Testbericht zu verfassen. Das Testpaket wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und in diesem Artikel möchte ich nun meinen Eindruck der geschickten Ware und meine Erfahrung mit der Handhabung beschreiben. Frostfutter Perleberg hat mir keinerlei Vorgaben zu Länge und Inhalt des Berichtes gemacht, es erfolgt auch keine weitere Vergütung. Trotzdem hat dieser Bericht werbenden Charakter, allein schon durch die Namensnennung. Soviel zu den organisatorischen und rechtlichen Fakten 😉

Jetzt aber zum Futter. Das Futter wurde an einem Montag versendet und war bereits am Dienstag bei mir. Es war in einer Styropor-Verpackung in einem Karton. Die Styropor-Verpackungen halten die tiefgekühlten Sachen während des Transports kalt, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Das kenne ich bereits von früheren BARF-Bestellungen bei anderen Shops.

Was haben wir getestet?

Geschickt wurde mir 12 verschiedene BARF-Produkte, abgepackt zu je 1000 g. Folgende Produkte habe ich zum Testen von Frostfutter Perleberg zur Verfügung gestellt bekommen:

  • 1x Huhn mit Reis
  • 2x Huhn-Reis-Mix
  • 2x Huhn gewolft
  • 2x Power-Mix
  • 1x Power Menü
  • 1x grüner Pansen
  • 1x Blättermagen
  • 2x Rindermix

Jedes Paket war mit einem einzelnen Etikett versehen, damit man leicht erkennen kann, was was ist. Auch die Deklaration war dort für jedes Paket angegeben. Wir hatten sowohl Pakete, die als Einzelfutter deklariert waren, als auch Pakete, die als Alleinfutter deklariert waren.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Angaben ist der, dass man einem Alleinfutter nichts mehr zugeben muss, die enthaltenen Inhaltsstoffe decken bei einer entsprechenden Portionsgröße den Tagesbedarf vollständig ab. Bei einem Einzelfutter handelt es sich um einzelne Komponenten, die miteinander kombiniert werden müssen, das ist zum Beispiel der Fall, wenn es sich um grünen Pansen handelt. Würde man die Ernährung ausschließlich damit abdecken, würden rasch Mangelerscheinungen auftreten.

Für mich persönlich ist es so, dass ich momentan das Alleinfutter favorisieren würde, einfach da ich mich noch unwohl fühle, dass Futter aus einzelnen Komponenten mit Mineralien & Co. zusammen zu stellen.

Andererseits hat man bei einem Alleinfutter einen fertigen Mix, dieser ist zwar ausgewogen aber nicht so individuell, wie wenn man die einzelnen Bestandteile tatsächlich selbst zusammen stellt.

Die Handhabung und Aufbewahrung

Die Handhabung ist denkbar einfach. Man nimmt einfach das tiefgekühlte Paket, was man verwenden möchte aus dem Tiefkühler und lässt es im Kühlschrank langsam auftauen, bei mir dauert das etwa 24 Stunden. Danach kann man es umfüllen. Dafür habe ich Tupperdosen benutzt, es wäre aber auch möglich, sich die Portionen mit dem aufgetauten Futter zusammen zu stellen, und anschließend erneut einzufrieren. Letzteres ist besonders dann wichtig, wenn man einen kleineren Hund hat, da sich auch das frischeste Fleisch nur wenige Tage im Kühlschrank hält.

Die ersten Tage bekam nur Pucky das Futter zum Testen und Pucky bekam pro Tag nur etwa 200-240 g vom Futter. Am 5. Tag veränderte das Futter in der Tupperdose dann langsam die Farbe, so dass ich dann zugesehen habe, dass ich die Reste verfüttert bekomme. Als ich dann auch Boogey aufs BARFen gesetzt habe, war es weniger problematisch, da eine Packung Alleinfutter für 2 Hunde etwa 3 Tage ausreicht. Stellt man sich die Portionen aus einzelnen Komponenten zusammen, sollte man das in einem Schwung machen und dann portioniert wieder einfrieren, damit die Sachen möglichst frisch bleiben.

Das Futter – Aussehen und Struktur

Nachdem man das Futter aus der Verpackung geholt hat, hat man erst einmal einen recht zusammengepressten ‚Klotz‘ vor sich, was natürlich aufgrund des Abpackens normal ist. Der Klotz kann aber mit einem Löffel oder einer Gabel gut auseinander gedrückt werden, um es zu portionieren und einen näheren Blick auf das Futter zu werfen.

Man kann dann sehr schön die Fleischfasern und kleinere Bestandteile von Knochen usw. sehen. Sorten, bei denen Innereien enthalten sind, sind mit größeren Stücken der Innereien durchzogen. Bei den gewolften Sorten (z.B. Huhn gewolft) sieht das logischerweise etwas ‚breiiger‘ aus, was die Konsistenz angeht. Der Geruch ist völlig in Ordnung, aber sicher gewöhnungsbedürftig, wenn man sonst eher wenig mit rohem Fleisch und Innereien zu tun hat.

Hier seht ihr als Beispiel „Huhn mit Reis“, als ich es nach dem Auftauen in eine Tupperdose umgefüllt habe.

Übrigens – und das finde ich wirklich toll – gibt es auf der Webseite von Frostfutter-Perleberg den wichtigen Hinweis, dass man als Verbraucher besonders beim Verfüttern von grünem Pansen gründlich schauen soll, dass sich keine Steinchen oder sonstiger Unrat darin befinden. Grüner Pansen ist ungewaschen und gehört zum Verdauungstrakt von Wiederkäuern wie Rindern, da können sich bei der Futteraufnahme durchaus schon mal Dinge ansammeln, die im Hundemagen nichts zu suchen haben. Noch besser wäre, wenn dieser Hinweis auf die jeweiligen Verpackungen mit aufgedruckt werden würde.

Fütterung – Akzeptanztest

Je nachdem, ob es sich bei den verwendeten Sorten um Alleinfutter oder Einzelfutter handelt, mischt man das Futter zusammen. Man kann aber auch ein Alleinfutter mit anderen Sachen aufpeppen, zum Beispiel Hüttenkäse, frischem Gemüse und Obst, Ei, ungewürzten gekochten Kartoffeln, Nudeln oder was sonst noch so abfällt. So kann man den Futternapf noch abwechslungsreicher gestalten. Man muss dann nur aufpassen, dass es in der Gesamtmenge nicht zuviel wird.

Beispiel einer Futterzusammenstellung: Huhn mit Reis (Frostfutter Perleberg), Karotten, Hüttenkäse, etwas Wirsingkohl, körniger Hüttenkäse und ein zusätzliches Magnesium-Präparat.

Pucky kennt BARFen bereits von ihrer Welpenzeit und hat auch sonst wenig Probleme, damit Futter zu akzeptieren (Cocker halt ;-)), es war also nicht wirklich überraschend, dass Pucky sich ohne weiteres über den Napf hermachte. Und auch Boogey, den ich einige Tage später dann auch in den Test einbezog machte keinerlei Probleme – auch das war nicht wirklich überraschend, da sein Nahrungsspektrum ja sowieso sehr weit gestreut ist.

Ich habe im Vorfeld auf der Internernetseite von Frostfutter Perleberg den BARF-Rechner bemüht, um die Portionsgrößen zu berechnen. Ich war ein wenig irritiert, denn laut dem Rechner bekommt Boogey beinahe exakt die gleiche Menge wie Pucky, dabei wiegt er ja das doppelte. Aber das wird wohl mit der unterschiedlich angegebenen Aktivität zusammen hängen und ich hab es einfach mal damit ausprobiert. Würde er dann noch mehr jammern als vorher, könnte ich es wenigstens auf den Hunger schieben 😉

Ruckzuck war der Napf auch schon wieder leer

Und die Sache mit der Lebensqualität?

Wie oben beschrieben hatten wir auf der Seite von Pucky mit Juckreiz und daraus resultierender schlechten Konzentration zu kämpfen, wohingegen Boogey mit seinem ständigen Gejammere und Ruhelosigkeit extrem nervend sein konnte. Beide hatten Zahnbeläge und Zahnstein, was durch die Trockenfutter-Fütterung bedingt sein dürfte.

Fangen wir mit Boogey an. Aufgrund der geringen Portionsmenge hatte ich schlimme Befürchtungen, was sein Sättigungsgefühl angeht. Aber tatsächlich waren wir an einem Punkt, an dem das Gejammere eigentlich nicht mehr hätte schlimmer werden können. Doch es passierte, womit ich nicht gerechnet hatte: Boogey schien tatsächlich satt zu sein. Er frisst (Akzeptanz natürlich problemlos) seine (in meinen Augen ja eigentlich Mini-)Portion und schläft danach zufrieden mehrere Stunden im Korb. Das vermehrte Trinken ist ebenso rückläufig wie das daraus resulierende ständig-Rausmüssens. Und er jammert seit der Umstellung sehr viel weniger als davor. Ich kann nur raten, was die Gründe dafür sind und ob diese wirklich mit der Umstellung des Futters zusammen hängt, oder ob es nur eine seiner durchaus vorkommenden „guten Phasen“ ist. Was ich aber definitiv bestätigen kann, ist dass sich das BARFen positiv auf den Zahnbelag ausgewirkt hat.

Zu Pucky:
Hier merke ich eine deutliche Besserung des Juckreizes, allerdings in Abhängigkeit der gefütterten Sorten. Ich werde hier noch einmal ein wenig ausprobieren, um herauszufinden, worauf sie schlussendlich reagiert. Auch bei Pucky hat sich aber definitiv der Zahnbelag verbessert.

Fazit

Die mir zugeschickten Futtersorten haben mich in der Qualität überzeugt und wurden von den Hunden gut akzeptiert. Auch der Transport und die kurze Lieferzeit waren top.
Aufgrund der offenbar positiven Effekte werde ich das ganze noch einmal ein wenig weiter probieren und die nächsten Wochen beide Hunde auf BARF Fütterung umstellen. Deswegen schaue ich mich gleich mal ein wenig bei Frostfutter Perleberg um, und beobachte mal, wie sich das langfristig mit den Dingen wie Boogeys Demenz, seinem daraus resultierenden Trinkverhalten und Gejammere, Puckys Juckreiz und dem Zahnstein verhält.

Bei Frostfutter Perleberg hat man auch die Möglichkeit ein hochwertiges Futteröl und Mineralienzusatz zu bestellen, das muss halt bei der eigenen Zusammenstellung von BARF-Rationen mit beigemischt werden.

Als Alternative für die BARF-Mahlzeiten habe ich trotzdem gern noch ein hochwertiges Fertigfutter zur Hand, um zu überbrücken, wenn man mal das Auftauen vergessen hat oder im Urlaub. Wobei es auch da von Perleberg ein Barf-to-go gibt, da muss ich mal sehen, ob wir das mal ausprobieren.

One thought to “Mit BARF zu neuer Lebensqualität? Wir durften Frostfutter Perleberg testen (Werbung)”

  • Jasmina

    Liebe Susann,

    wir haben auch schon das Perleberg-Fleisch gefüttert und waren damit immer zufrieden. Mittlerweile findet mein Rüde aber das Fleisch eines anderen Herstellers besser bzw. frisst er das viel lieber. Da sind auch schon Eierschalen, Öle und Gemüse mit drin (was ich wiederum auch sehr praktisch finde 😀 ).

    PS: klasse, dass es deinen Hunden so gut mit der frischen Ernährung geht !!

    LG
    Jasmina <3

    Antworten

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.