Man sieht sie einfach nicht…

Mittlerweile macht die dunkle Jahreszeit ihrem Ruf alle Ehre. Bereits weit vor der letzten allabendlichen Gassi-Runde ist es jetzt stockfinster. Dass vielerorts hier auf der Insel die Straßenbeleuchtung unzureichend oder schlichtweg nicht vorhanden ist, tut sein Übriges zu der folgenden Problematik hinzu.

Man sieht die Hunde nicht. Punkt. Man sieht sie einfach nicht.

Vor wenigen Tagen wollten wir abends gegen sieben noch schnell etwas einkaufen und noch hier im Ort lief uns ein dunkler Hund vors Auto. Dass wir ihn nicht erwischt haben, war ein Zufall. Der Hund war allein unterwegs und schlenderte in aller Gemütlichkeit über die Straße. Es entzieht sich meistens schon meinem Verständnis, wenn die Hunde herumstreunen und es den Besitzern augenscheinlich egal ist. Aber dies jetzt in dieser Jahreszeit zu tun, grenzt in meinen Augen schon fast an Fahrlässigkeit. Fahrlässigkeit gegenüber den Autofahrern und vor allem gegenüber dem eigenen Tier. Wie schnell weicht ein Autofahrer einem Hund aus und landet an einem Baum? Wer bezahlt den Schaden? Von der gesetzlichen Seite her der Hundehalter bzw. seine Haftpflichtversicherung, schade nur, wenn letztere sich weigert, da man den Hund ja nicht ordnungsgemäß gesichert hat und damit den Tatbestand der groben Fahrlässigkeit begeht (sofern der Hund nicht wirklich trotz Maßnahmen entwischt ist). Und wer bezahlt die Tierarztrechnung, falls der Fahrer nicht mehr ausweichen konnte? Richtig, der Hundehalter.

Dabei wäre es doch so einfach.

Es gibt mittlerweile genug Leuchtartikel auf dem Markt, dass für jeden Hund, Hundehalter und Geldbeutel etwas passendes dabei sein sollte. Wenn man den Hund schon frei laufen lassen muss bei so schlechten Sichtverhältnissen (meine Wenigkeit hätte ja viel zu viel Sorge plötzlich ALLEIN dazustehen, weil der Hund doch ein Reh erblicken oder errochen hat 😉 ).

Ein kurzer Überblick:

Grob unterscheiden kann man zwischen selbstständig leuchtenden Sachen und reflektierenden Accessoires für Hund und Halter, der Einfachheit halber widmet sich dieser Artikel nur den Sachen für den Hund).

Es gibt beispielsweise Leuchthalsbänder, die per USB-Anschluß wieder aufgeladen werden können. Es gibt Halsbänder die schlicht in einer Farbe leuchten, es gibt aber auch welche die blinken (letzteres finde ich aber nervig für die Hunde). Ganz simpel tun es auch sogenannte Knicklichter, die per Gummiring zusammengesteckt werden und so dem Halsumfang des Hundes angepasst werden. Die sind allerdings eher für den kurzzeitigen Einmal-Gebrauch und verursachen eben entsprechend auch Müll.

Es gibt auch Anhänger, die man ans Halsband machen kann und die dann entweder stetig leuchten oder wie oben beschrieben blinken.

Sowohl bei Halsband als auch bei Anhängern sollte darauf geachtet werden, dass das Leuchten auch dichtes Hundefell durchdringen kann, sonst macht es für Hunde mit langem, dichtem Fell nicht viel Sinn.

Alternativ gibt es eine ganze Reihe an reflektierenden Halsbändern, Geschirren, Leinen und Hundemänteln bzw. -decken. Diese bevorzuge ich z.B. wenn der Hund im Dunkeln nicht freiläuft und es eher darum geht an/auf der Straße gesehen zu werden. Es gibt sogar Klettsticker, die man individuell befestigen kann. Hunden mit dichtem, langen Fell rate ich übrigens generell eher zu Leuchtmantel – bzw. Decke, da dort häufig auf einer großen Fläche reflektiert wird, die definitiv AUF dem Fell liegt.

Bei mir können Sie aber auch Leuchthalsbänder zu günstigen Preisen erhalten. Rufen Sie mich für eine Bestellung einfach an.

Und der Hund, der uns fast vors Auto gelaufen wäre? Einige Tage später traf ich seinen Besitzer und bat ihn, ein Leuchthalsband oder ähnliches umzulegen, wenn er schon nicht in der Lage sei, seinen Hund vom Streunen abzuhalten. Einen Tag später hatte er ein entsprechendes Halsband um. Es bleibt zu hoffen, dass das Halsband nicht leichtsinnigerweise wieder entfernt wird – für den Hund.

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